Professionelle Insolvenzgutachtenerstellung und Insolvenzsachbearbeitung im Eröffnungsverfahren

Es handelt sich um einen kompakten Schnelleinstieg durch eine Schwerpunktveranstaltung zur Qualifizierung von Insolvenzsachbearbeitern und/oder jungen Rechtsanwälten, die im Verwalterbüro zuarbeiten, sowie bisher wenig erfahrenen insolvenzrechtlichen Sachbearbeitern, die z.B. bisher nur Teilbereiche des Verfahrens bearbeitet haben, oder auch Quereinsteiger.

Damit soll auch der Wechsel von einer punktuellen Tätigkeit zur anderen innerhalb des Verwalterbüros durch ein Gesamtverständnis erleichtert werden. Die Veranstaltung vermittelt den Gesamtaufbau eines Insolvenzgutachtens mit dem Schwerpunkt auf die in der Praxis von den Insolvenzgerichten besonders beachteten Fragen und Anforderungen. Zum Schwerpunkt von Verfahren über das Vermögen natürlicher Personen werden insbesondere immer wieder auftretende Fehlerquellen und Fallstricke im Verfahrensablauf erörtert. Die Verknüpfung mit der Arbeit des Insolvenzgerichts und den Erwartungen der gerichtlichen Rechtsanwender steht bei der Vermittlung des Sachwissens im Vordergrund.


Programm:

I. Verfahrensmaximen des Insolvenzverfahrens und ihre Umsetzungsnotwendigkeiten im Verfahren

  • Ziele des Insolvenzverfahrens
  • Abgrenzung und Unterschiede der Verfahrensarten (Regel- und Verbraucherinsolvenz, Eigenverwaltung, Schutzschirmverfahren)
  • Fehlerquellen bei der Auftragsannahme: Gerichtliche Zuständigkeiten und Grundregeln des Verfahrens

II. Praxisprobleme des Eröffnungsgutachtens und Antragsverfahrens

  • Gerichtliches Vorgehen und Anforderungen im Insolvenzeröffnungsverfahren
  • Aufgaben des vorläufigen Insolvenzverwalters; Abgrenzung zur Rolle des Insolvenzsachverständigen; Anregung von Sicherungsmaßnahmen (wann und wie?)
  • Qualitätsanforderungen an die professionelle Insolvenzsachbearbeitung
  • Sachverständigengutachten: Gliederung und neuralgische Schwerpunkte (z.B. Zuständigkeit, Kostendeckung, Ausblick auf künftige Ansprüche, Kostenstundung)
  • Kommunikation mit dem Insolvenzgericht, Anregungen, Verfahrenssteuerung (Eröffnungszeitpunkt)
  • Qualitätsmerkmal ungewollte Verfahrensbeendigung im Eröffnungsverfahren: Rechtliche Grundlagen und richtiges Verhalten des Sachverständigen/ vorl. Verwalters bei Rücknahme/ Erledigung des Gläubigerantrags
  • Zwischenberichte
  • Ermittlungsmöglichkeiten zur Massegenerierung im Eröffnungsverfahren (Haftbefehl, Postsperre, Vorführung von Auskunftspersonen, IFG, Durchsuchungsbeschluss)

III. Besonderheiten des Verfahrens natürlicher Personen

  • Prüfung des Antrags im Verbraucherinsolvenzverfahren nach Erhalt vom Gericht bei Sofort-Eröffnung
  • Das Erstgespräch mit dem Schuldner
  • Bearbeitung von RSB-Versagungsgründen und -anträgen; amtswegige Versagung der RSB

Die Teilnehmer erhalten eine Fortbildungsbescheinigung nach § 15 FAO.

Seminar

zum Insolvenzrecht

Termin: 01.12.2017
Zeiten:
Freitag: 09:30 Uhr - 17:00 Uhr
Ort: Central Hotel Kaiserhof, Hannover
Veranstalter: Münchener Fachinstitut für Insolvenzrecht und Sanierung
Dauer: 6,0 Zeitstunden (nach § 15 FAO)

Ihr Referent

Frank Frind, RiAG

ist seit 1996 als Insolvenzrichter tätig und Mitglied des Vorstands des Bundesarbeitskreises Insolvenzgerichte (BAKinso e.V.). Er ist Mitherausgeber...

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Veranstaltungsort

Central Hotel Kaiserhof

Ernst-August-Platz 4
30159 Hannover
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Dauer:
6,0 Zeitstunden (nach § 15 FAO)
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Frankfurt
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Münchener Fachinstitut für Insolvenzrecht und Sanierung

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Freitag: 09:00 Uhr - 16:30 Uhr
Dauer:
12,0 Zeitstunden (nach § 15 FAO)
Ort:
Köln
Veranstalter:
Münchener Fachinstitut für Insolvenzrecht und Sanierung

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Termin:
08.03.2018 - 11.03.2018
Zeiten:
Donnerstag: 13:45 Uhr - 21:00 Uhr
Freitag: 09:00 Uhr - 16:30 Uhr
Samstag: 09:00 Uhr - 18:30 Uhr
Sonntag: 09:00 Uhr - 13:00 Uhr
Dauer:
23,0 Zeitstunden (nach § 15 FAO)
Ort:
Köln
Veranstalter:
Münchener Fachinstitut für Insolvenzrecht und Sanierung